Finanzordnung

 

Finanzordnung  (Neufassung 17.09.16)

  • 1 Grundsätze

Der Verein ist nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit zu führen. Die Aufwendungen müssen in einem wirtschaftlichen Verhältnis zu den erwartenden und erzielten Einnahmen stehen. Für den Verein gilt generell das Kostendeckungsprinzip und die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes.

  • 2 Leistungen
  1. Leistungen im Sinne der Finanzordnung sind die Gesamtheit der von den Kleingärtnern zu erbringenden wiederkehrenden finanziellen Aufwendungen. Alle Leistungen sind gegenüber dem Verein zu erbringen. Diese bestehen aus Geld- und Arbeitsleistungen. Die Höhe der Leistungen wird in der Beitrags- und Gebührenübersicht dieser Finanzordnung geregelt.
  2. In der Beitrags- und Gebührenübersicht sind die zum Zeitpunkt ihrer Aufstellung erkennbaren Aufwendungen für die Entwicklung und den Erhalt des Vereins berücksichtigt. Entsprechend der allgemeinen Kostenentwicklung können Anpassungen im Laufe oder zu Beginn des Geschäftsjahres notwendig werden. Über Veränderungen beschließt die Mitgliederversammlung.
  3. Die Leistungen werden bis 15.03. eines Jahres bzw. bei Gartenvergabe ab Beginn des Pachtverhältnisses erhoben. Die Kleingärtner erhalten per Post, E-Mail oder durch Briefkasteneinwurf eine Rechnung.  Der am Ende ausgewiesene Betrag ist auf das Vereinskonto zu überweisen. Bei nicht pünktlichen Zahlungseingang werden Mahngebühren in Höhe von 5 Euro fällig. Ratenvereinbarungen können nur auf schriftlichen Antrag beim Vorstand für eine maximale Laufzeit von 3 Monaten abgeschlossen werden. In besonderen begründeten Fällen können nach Vorstandsbeschluss hiervon abweichende Vereinbarungen getroffen werden.
  • 3 Mittelverwendung
  1. Verbandsbeiträge, Pachtzins, Grundsteuern, Versicherungsprämien, Umlagen an den Stadtverband sowie Rechnungsbeträge aus Energie- und Wasserabrechnungen werden vom Verein überwiesen. Die danach beim Verein verbleibenden Mittel werden ausschließlich für satzungsmäßige Aufgaben verwendet. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied hieraus keine Zuwendungen. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßige hohe Vergütungen begünstigt werden.
  1. Die als finanzielle Abgeltung für nicht erbrachte Gemeinschaftsarbeit eingenommenen Mittel können zu Finanzierung von Arbeitsleistungen verwendet werden. Dies betrifft speziell Arbeiten, für deren Erfüllung besonders fachliche Qualifikation erforderlich ist.
  • 4 Differenzen

Werden Differenzen bei der Strom- und Wasserabrechnung festgestellt, die nicht einzelnen Verursachern zugeordnet werden können, sind diese durch alle Nutzer gemeinschaftlich auszugleichen. Dazu wird der Gesamtbetrag der Differenz durch die Anzahl aller Anschlüsse geteilt. Der ermittelte Betrag wird dann Bestandteil der Jahresabrechnung.

  • 5 Widersprüche

Sind einzelne Kleingärtner mit der Rechnung sachlich oder rechnerisch nicht einverstanden, haben sie die Möglichkeit dieser innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt schriftlich zu widersprechen. Ein Widerspruch hat keine die Zahlung aufschiebende Wirkung. Die Rechnung ist sofort zu bezahlen. Der Vorstand ist zur unverzüglichen Prüfung der widersprochenen Rechnung und Klärung möglicher Differenzen verpflichtet. Bei berechtigtem Widerspruch ist die Rechnung neu auszustellen und zuviel geleistete Zahlungen sind gutzuschreiben bzw. zu erstatten.

  • 6 Abrechnung bei Kündigung
  1. Bei Gartenkündigung erhält der abgebende Kleingärtner eine Endabrechnung über Nachforderungen oder Gutschriften, wenn diese einen Betrag von mehr als 5,00 Euro ausmachen. Verbands- und Mitgliedsbeitrag sowie Umlagen, Pachtzinsen und Grundsteuern, Versicherungsprämien und Zeitungsgeld werden nicht erstattet.
  2. Private Zusatzversicherungen und Zeitungsabonnements muss der abgebende Kleingärtner rechtzeitig, spätestens zum Ende des Unterpachtverhältnisses kündigen. Andernfalls werden ihm die anfallenden Kosten in Rechnung gestellt.
  • 7 Mahnungen
  1. Zahlungserinnerungen und Mahnungen erfolgen, wenn Rechnungen am Tag der Fälligkeit noch nicht oder nicht vollständig beglichen worden sind. Die Mahnungen sind gebührenpflichtig und die anfallenden Kosten werden dem offenen Betrag aufgeschlagen.
  2. Über Außenstände und Mahnverfahren wird die Mitgliederversammlung informiert.
  • 8 Haushaltsplan

Für jedes Geschäftsjahr ist ein Haushaltsplan zu erstellen und der Mitgliederversammlung vorzustellen. Die Mitgliederversammlung hat über den Haushaltsplan zu beschließen.

  • 9 Zahlungsverkehr
  1. Der gesamte Zahlungsverkehr wird über die Vereinskasse überwiegend bargeldlos abgewickelt.
  2. Über jede Einnahme und Ausgabe muss ein Beleg vorhanden sein. Der Beleg muss das Datum, den Betrag und den Verwendungszweck enthalten.
  3. Bei Gesamtabrechnungen sind alle Unterbelege entsprechend der Aufstellung beizufügen.
  4. Rechnungen sind grundsätzlich vom Vorstand oder seinem Stellvertreter zu unterschreiben.
  5. Zur Vorbereitung von Veranstaltungen können den Organisatoren, nach Zustimmung durch den Vorstand, Vorschüsse in Höhe des zu erwartenden Bedarfs gewährt werden. Diese Vorschüsse sind spätestens 4 Wochen nach Beendigung der Veranstaltung abzurechnen.
  • 10 Jahresabschluss

Im Jahresabschluss müssen alle Einnahmen und Ausgaben des Vereins für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgewiesen werden. Im Jahresabschluss muss darüber hinaus eine Schulden- und Vermögensübersicht enthalten sein (offene Forderungen und Verbindlichkeiten).

  • 11 Schlussbestimmung

Diese Finanzordnung tritt mit Beschluss der Mitgliederversammlung vom 17.09.2016 in Kraft.

Änderungen sind nur durch Beschluss (einfache Mehrheit) der Mitgliederversammlung möglich.